Jod

Eigentlich braucht man sich mit Hashi nicht umstellen.
Man sollte nur darauf achten, nicht zu viel künstliches Jod zu sich zu nehmen. Also zB kein Thyranojod.

Zwar benötigt die Schilddrüse Jod um die Hormon zu produzieren, aber zu viel heizt den Zerstörungsprozess an. Es führt zu Schüben.
Ein Jodmangel sollte im Urin überprüft werden.



Soja

Soja behindert die Aufnahme der Hormone, weil es die Hormone aus dem Blut entfernt und diese im Darm ablagert.
Wenn man nicht auf Soja verzichten möchte, sollte man nach Einnahme der Hormone 4 Stunden warten.



Was hat Glutenfreie Ernährung mit Hashimoto zu tun?


Nichts! Es gibt die These, dass Gluten, sprich der modifizierte neue Weizen, den Bedarf an Schilddrüsenhormonen erhöht und zusätzlich den Autoimmunprozess weiter in Gang setzt. Dies ist aber bisher nicht bewiesen worden!


Zudem wurde Hashi 1912 entdeckt. Zu dieser Zeit gab es noch keinen modifizierten Weizen!


Patienten mit einer Autoimmunerkrankung haben ein höheres Risiko eine weitere Autoimmunerkrankung zu bekommen.


Zum Beispiel entwickeln 8% der Hashimoto-Patienten aufgrund des gestörten Darms Zöliakie (chronische Erkrankung des Dünndarms mit lebenslanger Glutenunverträglichkeit) oder umgekehrt entwickeln 8% der Zöliakie-Patienten Hashimoto.


Bitte macht es nicht so wie ich. Ich habe in einem Buch gelesen, dass Gluten den Zerstörungsprozess anheizen soll und daraufhin verzichtet. Auch wenn ich keinen Blähbauch oder andere Magen-/Darmschmerzen mehr hatte.


Erst Monate später erfuhr ich von einer weiteren Autoimmunerkrankung namens Zöliakie. Und das 8% der Hashipatienten, diese entwicklen. Problem: Hat man erstmal mehr als einen Monat Glutenfrei gegessen, muss man sich 10-12 Wochen glutenhaltig belasten, damit eine Diagnose aussagekräftig ist.


Ich habe zweimal versucht, die 3 Monate zu beginnen und lag schon am ersten Abend mit starken Unterleibskrämpfen auf dem Sofa.


Es geht hier nicht darum euch vorzuschreiben nicht auf Gluten zu verzichten. Das muss jeder selbst entscheiden.


Aber ich finde es wäre schon gut zu wissen ob man eine weitere Autoimmunerkrankung hat (weil man dann auf Kontamination achten und sich strikt Glutenfrei ernähren muss, da sonst schlimmstenfalls neben den Symptomen Darmkrebs droht) oder ob man Glutensinsitiv ist und "Glutenunfälle" abgesehen von den Schmerzen nicht gravierend sind.



Gluten ist kein Abnehmengarant!

Im Gegenteil, denn um das fehlende Klebeweiß zu ersetzen, werden den Ersatzprodukten wie Brot oder Keksen mehr Zucker oder andre Zusatzstoffe beigefügt.


Hier ist ein toller Beitrag vom Bayrischen Fernsehen zum Thema "Lactose, Fructose, Gluten - Das Geschäft mit den Lebensmittelunverträglichkeiten"



Zöliakie gefunden? Dringend auf Kontamination achten.


Bereits weniger als 50 mg (0,05 g) Gluten am Tag führt neben den Symptomen - es gibt auch Leute ohne Symptome - zur Schädigung der Darmzotten und kann schlimmsten Falls zu Darmkrebs führen.
Daher gilt es stark auf Kontaminationen zu achten. Der Austausch von Toaster bzw. die Anschaffung von Toastabags sind unerlässlich. Alle Geräte die zuvor einmal mit glutenhaltigem Mehl(-staub) in Berührung kamen müssen ausgetauscht werden, da man diese schlecht reinigen kann.


Das gleichzeitge Benutzen des selben Kochlöffels zum umrühren von gh und gf Nudeln sollte vermieden werden. Am besten für jeden Topf einen eigenen Löffel benutzen. Auch das gleichzeitge Backen von gh und gf Pizza ist nicht gut, da durch das Gebläse des Ofens der Mehlstaub der gh Pizza transportiert wird.


Deshalb ist es immer wichtig: Hat man nach dem Essen von Nudeln, Brot oder anderen Produkten aus

Gluten, Weizen / Weizenstärke, Gerste / Gerstenmalz/ Gerstenmalzextrakt, Roggen, Hafer, Dinkel, Grünkern, Einkorn, Kamut, Bulgur, Emmer, Triticale, Weizeneiweiß/ Weizenprotein (ist das gleiche), Weizenkleber oder Seitan

unter anderem Magen/Darmprobleme, sollte man sich auf Zöliakie testen lassen.



Quellen:
Formen der Erschöpfung
Buch "Hashimoto im Griff" von Izabella Wentz
DZG - Deutsche Zöliakie Gesellschaft